Tourenberichte

Vollmondtour Brunni-Holzegg (1405m)

Samstag, 11. Februar 2017



Nach der Jubiläumsausgabe im letzten Jahr mit 10 Vollmondtouren, konnte Ruedi Werder seine 11. Vollmondtour präsentieren, die wie immer als Überraschung ohne genaue Zielangaben erfolgte. Diesmal ging es ins Brunnital zum Rest. Brunni-Holzegg, unterhalb des grossen Mythen. Die Bedingungen und die kurze Aufstiegszeit von einer Stunde waren ideal.

Als einzige Gäste im riesigen Restaurant genossen wir das hervorragedende Fondue mit bestem Service. Zur guten Stimmung trug bei, dass Mäne die prall gefüllte Vereinskasse plünderte und alle Getränke der Vollmondtour übernahm - herzlichen Dank ! Wegen der erstaunlich frühen Aufbruchstimmung konnte die frisch und hervorrangend präparierte Abfahrtspiste leider nur bei wenig Vollmond genossen werden.

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Glattigrat NW (2191m)

Freitag, 10. Februar 2017



Vier Unentwegte freuten sich einen Tag vor der Vollmondtour im dichten Nebel den Glattigrat zu besteigen.

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Brägerhof ob Lachen - Stöcklichröz - Gueteregg - Lachen

Sonntag, 29. Januar 2017



So lange mussten wir vermutlich noch nie auf die Saisoneröffnungs-Skitour warten! Die vier Frauen und fünf Männer wurden jedoch für Ihre Teilnahme belohnt: nur 35 Minuten Anfahrt, d.h. Abfahrt in Mättmi erst um 08.00 h, strahlendes Wetter mit angenehmen Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Schneeverhältnisse waren erstaunlich gut ( Pulver, griffige Piste, ob Lachen weniger Schnee, etwas Laub und Kuhmist aber ohne Steine).

Das Mittagessen fand auf der Sonnenterrasse der Gueteregg bei fantastischer Rundsicht statt. Erfreulicherweise wurden aus Mäne's Tourengruppenkasse die Getränke spendiert (ihm und den an der Teilnahme verhinderten Tourengruppenmitgliedern herzlichen Dank). Der Aufstieg umfasste nur 450 m, die Abfahrt aber bis zu 820 Höhenmweter ! Ohne Umfälle waren keineswegs erschöpfte, aber strahlende Gesichter bereits um 14.30 zurück in Mättmi. Bereit für weitere (Familien-) Sonntagsunternehmungen. (Ueli Wetli)

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Saisoneröffnung Spilmettlen 1503m

Freitag, 6. Januar 2017



Dieser Tag musste es sein, Sonne war angesagt und es hat endlich geschneit. Wieviel wohl? Niemand weiss es genau. Aber für den Aufstieg würde es reichen, schon mal ein Versprechen. Man ist noch nicht verwöhnt worden in dieser Saison.

Die sechs Schneeschnupperer müssen erst mal durch die Kälte, 12 Grad minus mit Bise, also recht durchdringend. Aber wenn man fröstelt beim Start, ist man richtig angezogen für den Aufstieg. Über die klammen Finger sprechen wir nicht... Auf Mostelberg nehmen Sonne und Schneehöe zu. Wir geniessen die zweite Hälfte sehr, auch die Ausblicke zum Wildspitz, auf den àgerisee und dann hinüber zu den nebelumflorten Mythen. Weiss überall, tiefes Blau und ein paar sich bewegende Punkte in der Landschaft.

Mit dem gedrosselten Aufstiegstempo kommen alle ohne ausgepowert zu sein beim Gipfelkreuz an. Da sind wir nicht alleine. Auch andere haben auf diese Chance gelauert. Gestärkt und nach ein paar Schlücken aus der Thermosflasche ziehen wir die ersten Schwünge in den noch nicht gesetzten Schnee. Erstaunlich wie frei das geht: bis zuunterst kein Anhängen, kein Sturz. Die Teilnehmer strahlen auf dem Parkplatz. Perfekter Auftakt! Natürlich ist obligatorischer Zwischenhalt beim Café Brändli, für einige zum zweiten Mal diese Woche.   (Fotos und Text: Manfred Lorch)

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Winterwanderung von Rothenthurm nach Unterägeri

Montag, 2. Januar 2017



Der Winter lässt auf sich warten. Um in Bewegung zu bleiben, entschieden wir uns, eine Wanderung zu unternehmen. Mit dem ÖV fuhren wir via Zug, Arth Goldau nach Rothenthurm. Hier, über dem Nebel, war Sonnenschein. Den Startkaffee gab es im freundlichen Turm-Café. Wir wanderten übers Hochmoor hinauf nach St. Jost und Raten. Inzwischen war es bedeckt und mit dem kühlen Wind war es nicht mehr gemütlich. So ging es zügig nun auf dem Panoramaweg Ãegerital über Hintertann, Hinterschneit nach Unteräegeri. Nach 4 Stunden war es geschafft und wir 11 erreichten glücklich im Café Brändli. (Fotos und Text: Stephan)

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Fanenstock 2235m

Samstag, 12. März 2016



Am Rösslihöck vom Donnerstag beschliessen die zwei Anwesenden einstimmig, die für Sonntag geplante Tour auf den Glatten aus Wetter- und Schnee-Gründen zu verschieben, einerseits auf Samstag, und andererseits auf den Fanenstock bei Elm. Das bietet zusätzlich die Gelegenheit, das Spektakel der Morgensonne zu beobachten, die um 8.53 h auf die Kirche von Elm scheint - so die Theorie. Das Initianten-Duo erhält noch etwas Zuwachs, sodass wir am Samstag um 7:15h zu fünft vom Badi-Parkplatz losfahren - so wiederum die Theorie.

In der Praxis sind wir dann zu dritt, da die letzten zwei das mit dem Samstag nicht realisiert haben und erst heute aus den Ferien zurückkommen. Weiter beschert uns die Praxis eine solide Hochnebeldecke, die dem Elmer Morgensonnen-Spektakel den Todesstoss gibt. Vielleicht nächstes Jahr?

Wir beginnen also unsern Aufstieg vom Wisli, tragen die Skis über die ersten paar Kehren die Asphaltstrasse hinauf, von deren Ende immerhin die schneebedeckte Fahrstrasse weiterführt. Ihr könnte man folgen bis zur Schindelegg, oder man nimmt wie wir ein paar Abkürzungen, stemmt sich zwischen Wurzelstöcken hoch, und stellt fest, dass der verbliebene Schnee hart und ziemlich verfahren ist. Ab Schindelegg öffnen sich die Hänge, wir steigen weiter bis zur Rast bei den Alphütten des Mittler Stafel. Noch immer ist der Schnee hart und verfahren, noch immer befinden wir uns unter der Hochnebeldecke, obwohl wir inzwischen 1775m erreicht haben. Der Blick auf die gegenüberliegende Tschingla-Hütte, die auf wundersame Weise von ein paar Sonnenstrahlen getroffen wird, lãsst uns wenigstens hoffen. Der weitere Aufstieg zum Fanenfurggeli führt uns endlich voll in den Nebel hinein, und tatsächlich - die letzten 50 Höhenmeter bis zum Gipfel sind mit strahlender Sonne voll ausgeleuchtet. Die Gipfelrast findet quasi am Strand des Nebelmeers statt, die Bilder sagen wohl mehr als Worte!

Die Rechnung für den Gipfel-Genuss erhalten wir auf der Abfahrt. Sie ist so ruppig wie beim Aufstieg befürchtet, und je nach Kondition und Fahrkönnen fordert sie die letzten Kraftreserven heraus. Das liegt nicht an den Hängen, die wären sicher schön, sondern am Schnee und der Tatsache, dass der Nebel keine Weichmacher-Sonnenstrahlen durchliess.

Fazit: Aufstieg gut zu machen, Gipfelerlebnis einmalig, Abfahrt zum Vergessen. Unser Trio ist sich einig: die Tour möchten wir bei guten Schneeverhältnissen auf jeden Fall wiederholen (im Idealfall am So, 12.03.2017 - Di, 14.03.2017).    Ruth Bossert

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Chaiserstuel, 2400 m

Samstag, 27. Februar 2016



Nach dünn besuchtem Donnerstagstreffen meldeten am Freitag noch erfreulich viele ihr Interesse an der Chaiserstuel-Tour an, sodass wir am Samstag bei der Talstation der Bannalpbahn zu zehnt anstanden. Für's nächste Mal vormerken: Um 08.50 Uhr entleert sich dort das Postauto, das zwar klein, aber immer noch grösser als die Seilbahnkabine ist.

Das Wetter war prächtig, Schnee hatte es auch wieder gegeben und man konnte sich fragen, ob eine Talfahrt per Ski allenfalls eine Option wäre. Da niemand von uns sie je gemacht hatte, wurde die Idee aber schnell verworfen - richtigerweise, wie sich am Nachmittag zeigte, als die Abfahrtsspuren schon wieder zu grünen begannen.

Im Aufstieg zur Bannalper Schonegg war es teils windig und bei Windstille allerdings so warm, dass einige von uns sich wünschten, der Ventilator sollte wieder in Betrieb genommen werden. Auf dem Grat zum Chaiserstuel ging's dann mit wenig Schnee buchstäblich über Stock bzw. jedenfalls über Gras und Stein. Kurz nach Mittag waren wir nach gut zwei Stunden Aufstieg auf dem Gipfel. Die Abfahrt über die steilen Südhânge hat man schon genussreicher erlebt. Es gab bereits etwas Harsch von Wind und Sonne des Vortags, dem man nur stellenweise ausweichen konnte, indem man eine etwas andere Exposition suchte.

Mit der Einkehr im Berggasthaus Urnerstafel und der Skiliftfahrt zurück zur Luftseilbahn fand ein wunderbarer Tourentag einen gemütlichen Abschluss.    Rolf Peterhans

   Fotos   [von Stephan]


Vollmondtour

Montag, 22. Februar 2016



Seit Mittag drohten dunkle Wolken mit Regen. Unbeeindruckt fuhren wir dennoch um 16:00 los, nachdem uns Ruedi Werder das Ziel bekanntgab. Schon zum zehnten Mal organisierte Ruedi die Vollmond-Skitour, natürlich mit einen Fondue oder Raclette in einem Berggasthaus. Kurz nach Oberiberg, auf dem Weg zu Ibergeregg, eingangs Wald, parkierten wir unsere Autos. Entlang der Piste stiegen wir (13 mit Skis, 2 mit Schneeschuhen) in gut einer Stunde hinauf zur Bergstation (1483 m) des Laucheren- Sesselliftes. Im Gasthaus herzlich empfangen, gab es zuerst Salat und dann das ersehnte Fondue.

Gegen 20 Uhr zeigte sich kurz der Mond, darauf aber schon erste Regentropfen. Als wir um 21 Uhr hinunter fuhren, erhellte der Mond hinter der leichten Bewölkung etwas die Landschaft. Der Einsatz der Stirnlampe war dennoch nötig. Kaum im Auto hielt sich der Regen nicht mehr zurück, was uns nicht mehr störte.    Stephan Imhof

   Fotos   [von Stephan]


Roggenstock 1778 m

Samstag, 13. Februar 2016



Für den Nachmittag waren bereits wieder Niederschlãge angesagt. So starten wir (4) zeitig in Tschalun (Punkt 1068). Eine Aufstiegsspur war angelegt, meist etwas zu direkt. Konzentriert in dosierten Schritten stiegen wir gut bergan, auch dank der kaum eisigen Spur. Kurz rasteten wir auf der Alp Wäntli (1484 m). Etwa 20 Hm unter dem Gipfel deponierten wir die Skis und kämpften die letzten Meter über den eisig abgeblasen Weg hinauf zum Roggenstock (1778 m). Wir staunten, dass wir die 700 Hm in zwei Stunden geschafft hatten. Natürlich gab es welche, die schneller waren - was kümmert das uns! Die Abfahrt war ein Traum. Pulverschnee bis auf wenige Meter ganz unten. Im unteren Teil gab es neben den 20 cm Pulver keine Grundlage. Defensiveres Fahren war sinnvoll. Kaum beim Bier im Restaurant fielen bereits die ersten Flocken und der Roggenstock war eingehüllt in Wolken. Zurück in Mettmenstetten jedoch empfing uns eine warme Sonne!    Stephan Imhof

   Fotos   [von Jonas und Stephan]


Rigi Scheidegg 1656 m

Samstag, 13. Februar 2016



Letztes Jahr wurde die Tour wegen miserablen Wetter- und Schneeverhältnissen abgesagt, diesmal zogen es die vier unentwegten GA-Reisenden voll durch. Schon auf der Schifffahrt mit den Chinesen und Japanern fielen einige verwunderte Blicke auf unsere Skischuhe. Als wir dann in Vitznau am Touristentross vorbei zogen und dem Hinterbergbähnchen zustrebten, waren wir plötzlich allein und selbst gespannt: Wo lag wohl die Schneegrenze? Vorsichtshalber nahm einer die Zweitskis mit und eine Tourengängerin schnallte sich die Skis auf den Rucksack. Zur Freude der Optimisten mit den Erstskis konnte man ab Bähnchen losmarschieren, wenn auch sehr aufmerksam dem Schäumchen neben dem aperen Weg folgend. Bald wurde die Sache einfach, denn der Altschnee war mit griffigem Neuschnee angereichert. So gewannen wir an Höhe. Die schöne Aussicht auf den See wurde aber plòtzlich, entgegen der Prognose, von Nebeln und Schneegestôber total verhüllt.

So waren wir am Ziel froh, an der Wärme die Hausspezialität "Gersauer Käsekuchen" bestellen zu können. Ein sprachliches Missverständnis bescherte und allen eine "Käseschnitte" mit Ei und Schinken, eine Kalorienbombe erster Güte. Also nochmals richtig bestellen beim nächsten Ma(h)l...

Wieder draussen, überraschte uns das schönste Fönloch mit strahlend blauem Himmel und tollster Fernsicht. Also keine Faulheit vorschützen und den Aufstieg auf den Dossen noch nachschieben. Das Erlebnis, als erste nach dem Schneefall auf dem kleinen Biancograt, hinauf steigen zu dürfen, war umwerfend. Die Felle konnten bei Windstille verstaut werden, offenbar blockierte der Föhn den Westwind. Die schwungvolle Abfahrt durch den steilen unberührten Hang mit dem luftigen Schnee war dann das Tüpfli auf dem i.

Im Klösterli gabs dann noch einen heizenden Trunk, denn auch der Westwind war wieder da mit dem Wolkengrau. Die Heimreise hatte dann etwas Zögerliches, aber die vier ÕV-Gewohnten erschûtterte dies mitnichten. Wir hatten einen langen, kurzweiligen Tag mit vielen Sprüchen und Lachern, und tourenmässig hatten wir vier eine volle Dosis abbekommen.   Manfred Lorch

   Fotos   [von unbekannt]


Biet 1965 m

30. Januar2016



Die Schneelage in diesem Winter zwingt die Tourengeher zu Anpassungen am Laufmeter. Am Rederten hãtte es am Start zu wenig Schnee gehabt. Im Schneeloch Hochybrig aber war, abgesehen von einer Tragstrecke von 300 Metern, alles im weissen Bereich, wenn auch die Unterlagen zerfurcht und steinbeingefroren waren. Das Schöne am Waldaufstieg: Wir können nebeneinander gehend palavern und niemand merkt wirklich, dass es stetig steigt. Hin und wieder hetzen Ambitionierte an einem vorbei, die aber auch nur Halbgefrorenes antreffen werden. Von Pulver kann man auf diesen Höhen gegenwärtig nur träumen.

Bei der Scheiterbeigekurve war kein Holz mehr, dafür ein toller Unterstand mit Bänken und Tischen: erster Trinkhalt, dann im Sonnenschein mit blauem Himmel im Freistil hinauf, jede und jeder einfach die eigene Spur aussuchend. Holprig zerfurcht war es sowieso immer wieder. Zwischen Fidisberg und Schülberg zog sich die Route durch den Altschnee an Gemsweiden und Hangrutschen vorbei bis zur Schmalstelle, wo unser Gipfelziel und eine spektakkuläre Bergwelt in Sicht kam. Nach der Querung konnten wir unsere Hüften testen mit ein paar Spitzkehren Richtung Gipfel. Dort waren wir an einem Samstag auch nicht allein. Viele wollten vor dem Sturmwetter und der anschliessenden lauen Westwindlage dem lahmen Winter noch etwas abtrotzen.

Ein frischer Wind bestärkte uns zum schnellen Aufbruch. Die Sulzabfahrt bis zur Alp Hinterhofen war Genuss pur. Die lange Bank vor der Alp wie geschaffen für unser Picknick im fahlen Licht einer zunehmend verdeckten Sonne. Dann galt es zu beweisen, dass der Gegenaufstieg lohnend und kurz sei. Der Tourenleiter war am Ende zufriedengestellt mit der neuen Rekordzeit. Die anschliessende Spezialabfahrt fern der garstigen Hauptachse brachte nochmals den ersehnten Sulzgenuss. Bei der überfüllten Drusberghütte, erzwang die Schluss-Kaffee-Fraktion die unmittelbare Schuss-Kraft-Aktion zum Parkplatz hinunter. Unsere Gelenke wurden nochmals arg gefordert auf dem teilweise gefrorenen Terrain. Vorbei an Schlittlern, Schneeschühlern und sonstigen Berggängern erreichten alle die Parkfläche und anschliessend das Restaurant, wo wir uns einig waren: Biet bot Besseres.    Manfred Lorch

   Fotos   [von Jonas]


Ersatztour Zugerberg

Samstag, 2. Januar 2016



Es galt den Rhythmus und die Laufkondition zu halten. Dies dachten wohl die wasserresistenten neun Teilnehmer, die 8.11 Uhr die Bahn nach Zug bestiegen. Es war ein Föhnloch angesagt, doch es sah vorerst nicht danach aus. Mit einem einsamen Tamilen, der wohl an seinen Arbeitsplatz pendeln musste, teilten wir die Standseilbahn. Oben gings im leichten Niesel zügig am leeren Institut vorbei Richtung Hochmoor. Ein Nebelmeer grüsste uns von unten, in der Ferne erblickte man die Schneekappe des Gnippen. Gesprächsgrüppchen bildeten sich auf dem breiten Wanderpfad, die Stimmung war weit weg von bedrückt. Auch wurde es laufend trockener, der Föhn tat seine Pflicht. Am Wendepunkt unter dem Buschenchappeli machten wir Pause am Schärmen und betrachteten all die komischen Stangen im Gelände: Viehmarkt oder Loipenmarkierung ohne Langläufer?

Bei der Kappelle erreichten wir die grösste Höhe, 1021m, auf der auch kein Schneefleck zu erspähen war. So querte auch selbstredend kein Skifahrer beim Nollenlift unseren Wanderweg. Dafür zierte die Landschaft eine grosse Zahl von langen, dünnen Nebelschwaden, die einen besonderen Zauber verbreiteten. Am Himmel brachte eine diesige Sonnenscheibe etwas frohes Licht in die braune Landschaft. An kurligen Flurnamen, wie Nollengatter, Elsiried, Rainliwald, Zittenbuech und Wissenschwändi vorbei wand sich unser Weg Richtung Unterägeri. Er mündete in einen Laternenweg mit hunderten von religiösen und anderen Sinnsprüchen, wie diesen: "Chaos muss sein. Gäbe es sonst einen Grund zum Aufräumen?" Auch am Himmel wurde es chaotischer, Blau, Hochnebel und umherziehende Schwaden mischten sich.

Im Café Brändle wurde eingekehrt, ein Muss. Mit Salzigem und Süssem versorgt, war man mit dem Wetter versöhnt und konnte schon um 14 Uhr wieder die Beine strecken zuhause.    Manfred Lorch

   Fotos   [von Jonas und Manfred]


Saisoneröffnung Spilmettlen 1503m

Samstag, 28. November 2015



Fünf Unentwegte trotzten dem garstigen Novemberwetter und trafen sich zur landschaftlich reizvollen Route ab Biberegg. Schnee hatte es reichlich für diese Jahreszeit und der Aufstieg bis zum Wald war optisch etwas anders als früher, denn der Skilift war demontiert. Im märchenhaft verschneiten Wald hingen alle ihren Gedanken nach. Im offenen Gelände setzten wir dann zur ersten Spitzkehre der Saison an, um das Plateau der Halsegg zu erreichen. Hier empfing uns der garstige Westwind, der feuchten Schnee vor sich hertrieb. Unser Picknick an der Leewand der Alphütte war kurz, denn die klammen Finger wollten rasch wieder bewegt sein.

Beim Queren zur Abfahrtsroute merkten die zwei Vorfahrer, dass die Schneedecke noch nicht gesetzt war. Sie purzelten rückwärts, weil irgendein Loch unter ihnen eingebrochen war. Nach diesem Intermezzo war die Stimmung aber sehr positiv, denn Kurzschwingen war möglich und dies erfreute die Tourenfahrerseele: feuchter Pulver gut, ohne Graskontakt. Trotzdem nahmen wir die Piste ab Mostelberg. Diese war wenig gepflegt an diesem Tag, und so konnten alle nochmals Tiefschneefahren üben für die kommende Saison. Die Sicht war auch hier gut und die Flöckchen kaum spürbar. In der allen bekannten Konditorei in Unterägeri belohnten wir uns für die Anstrengung des Tages mit einer süssen Gaumenfreude samt Kaffee.    Manfred Lorch

   Fotos   [von Jonas und Manfred]


Sommerwanderung

Freitag / Samstg, 17./18. Juli 2015



Am Freitagmorgen fuhren elf wohlgelaunte Frauen und Männer mit dem 6.49 h Zug in Mettmenstetten los und landeten 10.30 h in Preda. Die Fahrt war abwechslungsreich vor allem auf der Strecke der Rhätischen Bahn. Es war ein strahlender, heisser Tag und wir waren froh über die Wolken am Himmel, ideales Bergwanderwetter.
Einen ersten Halt machten wir am Palpuognasee, der schönen Landschaft zuliebe. Weiter ging's über Crap Alv bis zur Albulapassstrasse und weiter Richtung Crap Alv Laiets. Den kurzen Schauer zur Mittagszeit nahmen wir als angenehme Erfrischung. Mittagsrast hielten wir bei den vielen kleinen Seen. Der immer dunkler werdende Himmel liess uns bald aufbrechen. Auf der Forcla Crap Alv erlaubten wir uns keine weitere Rast, da bereits fernes Donnerrollen hörbar war. Trotzdem genossen wir die grosse Blumenpracht beim sehr steilen Abstieg. Nicht mehr alle kamen trocken auf dem Strässchen im Val Bever an. Blitz und Donner und bald auch heftiger Regen begleiteten uns, bis wir tropfnass im Berggasthaus Spinas ankamen.

Dort erwarteten uns eine angenehm warme Gaststube, gemütliche Zimmer und die Möglichkeit warm zu duschen. Müde und zufrieden genossen wir das sehr feine Nachtessen. Am Samstag begrüsste uns ein strahlender Tag. Nach einem guten Frühstück brachen wir um 8.45 h zum steilen Aufstieg durchs Valletta da Bever auf. Alles war herrlich frisch vom Regen und die Farben der Bergblumen intensiv. Eine Zeit lang stiegen wir neben einem lebhaften Bergbach aufwärts. Nach 600 Höhenmetern teilte sich die Gruppe. Sieben Unentwegte nahmen die nächsten 400 Höhenmeter in Angriff durch ein wunderschönes Hochtal Richtung Forcla da Valletta. An diesem Tag durfte die Mittagsrast ausgiebig sein, denn das Wolkenbild erlaubte es.

Danach ging's durch viele Steine auf einem guten Weg über Treis Fluors hinunter nach Marguns. Im unteren Teil gab's wieder eine wunderschöne Alpenflora. Die andern vier Teilnehmer folgten dem weniger anstrengenden Höhenweg nach Marguns. Sie kamen mit Blumen und einer gemütlichen Mittagsrast auch nicht zu kurz. Wir trafen uns alle zu einer wohlverdienten Dessert/Zvieri Runde im Bergrestaurant. Danach brachte uns das Bähnli und der Zug wieder zurück nach Mettmenstetten. Die Heimfahrt war lang, aber wir waren erfüllt von schönen Eindrücken.    Ruth Werder

   Fotos   [von Lilo und Armin]


Velo- und Genusstour

Sonntag, 7. Juni 2015



Nur 8 Teilnehmer (mit dem Tourenleiter) wagten es, die "beschwerliche" Velotour mit Armin zu unternehmen. Aber immer noch mehr als bei manchen Skitouren. Von Mettmenstetten ging es über Obfelden, Ottenbach auf perfekten Radwegen Richtung Bremgarten. Nach herrlich blühenden Mohnfeldern gab es bei der Vogelbeobachtungsstation am Flachsee einen ersten Zwischenhalt. Kurz nach 11.00 h konnten die Teilnehmenden bereits das Mittagessen im herrlich gelegenen Restaurant "Bijou" einnehmen. Nach ausgiebiger Erholung ging es mit dem grössten Anstieg des Tages in das Freiamt Richtung Muri. Als Belohnung für den beschwerlichen Aufstieg erhielten die Teilnehmenden im Männerheim "Murimoos" freien Ausgang und konnten die riesige Storchensiedlung bewundern. In diesem Sommer waren es unglaubliche 36 Storchennester mit 83 Jungen !!

Anschliessend genossen die Velotürler die längere Abfahrt nach Aristau und Mühlau. In Maschwanden übernahm Heinz energisch das Zepter, um dem drohenden, längeren Aufstieg nach Mettmenstetten über Hinteruttenberg zu entgehen Er führte die Gruppe auf recht coupierten Wegen über Knonau nach Mettmenstetten, so dass der Puls der Teilnehmenden der knapp 45 Kilomter langen Tour doch noch geprüft wurde.     Armin Diebold

   Fotos   [von Lilo, Ev und Armin]
   Stiftung Reusstal
   Restaurant Bijou Bremgarten
   Storchensiedlung Murimoos


Skitour Biet 1965 m

Samstag, 14. März 2015



Die überall verkarrten Hänge machen wenig Lust auf ausgedehnte Skitouren. Der dringend erwartete Neuschnee kündigt sich nicht an, dafür verspricht der frühlingshafte Sonnenschein tolle Aussichten. So machen sich bei Minusgraden fünf Unentwegte auf die Felle in Weglosen. Der Waldaufstieg ist gerade gut zum Aufwärmen und Plaudern. Traditionell erreichen uns erste Sonnenstrahlen in der grossen Kurve und der Pausentee aus der Thermosflasche tut uns gut. Die Aufstiegsspur ist vorerst hart wie Eis, doch dann finden wir links abschwenkend unter der Druesberghütte tragfähigen, gesetzten Schnee fürs Spuren beim Pfannenstöckli. Ohne Eile unterqueren wir den Schülberg, der seine Schneelast schon nach unten geschickt hat. Die schönen Alphütten, die kleineren Skigipfel auf der andern Talseite und eine brummende Tante Ju beschäftigen unser Auge. Das Gipfelziel kommt erst bei Hinterhofen in Sicht. Er verspricht uns Sulz, denn er liegt schon länger in der Sonne. Zeitlich liegen wir richtig, denn die Querung unter dem Fidisberg könnte die Tourenfahrer später am Tag mit Wächtenabbrüchen gefährden.

Nach 1000 Höhenmetern haben wir unser Ziel erreicht und machen es uns zum Picknick bequem. Der Blick schweift zum Lauiberg im obersten Sihltal, wo sich kein Mensch befindet, aber Zickzacks von Skispuren auszumachen sind. Der Rütistein hat wenig Zuspruch, denn die kalt erstarrten Spuren versprechen keine vergnügliche Abfahrt. Wir jedoch geniessen wunderweichen Sulzschnee bei der Abfahrt auf die Alp und können nach Belieben schwingen. Herrliche Gefühle kommen auf. Auch die weite Schneelandschaft ist ein Aufsteller für das Gemüt. Leichte Nebel umfloren die nahen Gipfel und machen das Naturerlebnis zusätzlich zu eine mystischen. Zwanzig Minuten Fellen zum Pfannenstöckli führen uns dann zur Abfahrt in Richtung Druesberghütte. Natürlich nutzen wir die Sonnenkraft, indem wir unsere Schwünge im breiten Sulzschneeband anbringen, was uns nochmals voll befriedigt. Die Rundtour findet ihren Abschluss im Parkplatzrestaurant, wo wir die gesunde kärperliche Schlaffheit mit etwas Koffein aufpeppen für die Heimfahrt.

Manfred Lorch

   Fotos   [von Jonas, Mäne und Armin]


Skitour Hengst (Schrattenfluh) 2092m

Samstag, 28. Februar 2015



Mit dem Büssli, wie immer souverän gelenkt von Ueli, machen sich Lotti, Alfi, Werner und Mäne auf den Weg Richtung Sörenberg. Man will die Gelegenheit trotz nebligen Verhältnissen packen, einmal im tiefen Neuschnee eigene Spuren ziehen zu können.

Geschätzte 150 andere Tourengeher wollen das auch. Als mässige Frühaufsteher profitieren wir, ergattern einen Parkplatz und nehmen die 1000 Höhenmeter in Angriff. Langsames Gehen ermöglicht uns, in Ruhe die schönen Schneeformationen, die filigrane Pracht eines Ahorns und die in Sonnenlöchern aufscheinenden Felswãnde zu bestaunen. Mit angemessenen Pausen an bekannten Orten an der Wegstrecke schöpfen wir Kraft für die nächste Etappe. Lustige Neckereien und Anspielungen machen die Runde.

Dann ist wieder Skischieben angesagt, dies bei angenehm milden Temperaturen. Beim Gipfelstau begnügen wir uns auf ein Stehpicknick. Somit können uns nicht zuviele andere Tourengeher beim Hängezerfurchen zuvorkommen. Unter Führung von Alfi finden wir die herrlichsten Passagen, die wir mit Hochgefühl runterfahren. Wir finden einen suboptimalen Pulver vor, mit der Tendenz, unten schwerer zu werden. Da werden unsere Pumpen zusätzlich gefordert, denn Abfahren ohne Piste ist kraftzehrend. Dabei denkt man oft daran, dass man eben nicht mehr sechzig ist...

Zuunterst an der Brücke sind wir etwas ausgelaugt aber zufrieden. Wir begiessen unseren Tag mit einem Schnäpschen von Werner und kehren noch zu einem Abschlusskaffee im Jugendstilhotel von Flühli ein vor der Heimfahrt.
Manfred Lorch

   Fotos   [von Werner Baur]


Vollmondtour - Biberegg

Mittwoch, 4. Februar 2015

Vollmondtouren haben im Skiclub Tradition. Das Datum wird durch den Vollmond bestimmt, der Ort ist das streng gehütete Geheimnis des Organisators. Und seit Jahren nach dem gleichen Muster: Anfahrt in die Innerschweiz, ein gut einstündiger Aufstieg mit Fellen oder mit Schneeschuhen, Fondueessen mit oder ohne Dessert in einer gemütlichen Wirtsstube, Abfahrt oder Abstieg bei Mondschein und mit Stirnlampen, Rückfahrt.

Die zahlreichen Angemeldeten haben wiederum Mut bewiesen, denn sie wussten nicht, was sie erwartet. 13 Personen standen auf dem Friedhofparkplatz und vernahmen das Ziel: Biberegg, ein für Skiclübler bekanntes Gebiet. Der Aufstieg in die Dämmerung hinein folgte der Piste, die nahe unserer Skihütte vorbei führt. Es war gemütlich, man konnte nebeneinander gehen und schwatzen. Im Restaurant Neusell hatte die Wirtin Marie Gisler für uns schön gedeckt. Fondue und Dessert schmeckten ausgezeichnet. Leider war der Mond durch Wolken verdeckt. Trotzdem war die Abfahrt auf der weichen, bestens präparierten und breiten Piste ein wahres Vergnügen und die tanzenden Lichter auf den Köpfen der schwingenden Skifahrer ein nächtliches Schauspiel.

Ruedi Werder

   Fotos   [von Werner Baur]


Fanenstock - Glarus

Samstag, 31. Januar 2015



Nachdem in den letzten Tagen Frau Holle reichlich Schnee spendiert hatte und die Wetterprognosen aus Sicht der Optimisten recht günstig waren, machten sich an diesem Samstag vier Unentwegte auf den Weg zum Fanenstock. Dieser schöne Skiberg hatte unsere Tourengruppe schon mehrmals auf dem Programm, aber leider hatte es in den letzten Jahren nie geklappt. Schon beim Start in Elm zeigte sich die Sonne und bei 25 cm Neuschnee präsentierte sich der Bergwald in märchenhafter Pracht. Kurz vor uns war eine Tourengruppe gestartet und so blieb uns die Spurarbeit erspart. Nach gut 2 1/2 Stunden erreichten wir die Alp "Mittler Staffel" auf 1800 MüM mit imposanter Rundsicht u.a. auf den Kârpf, Vorab und die markanten Tschingelhörner. Insgesamt waren schätzungsweise 35 Personen am Berg unterwegs. Da wir nicht sicher waren, dass das Wetter gut bleiben würde, steuerten wir nach einer weiteren Stunde das Fanenfurggeli auf 2142 MüM an. Nach kurzer Rast ging es rassig die schönen Hänge im Bereich der Aufstiegsroute runter. Toller Pulverschnee immer noch Sonnenschein und viel Raum für eigene Spuren! Auf dem letzten Drittel dann teils auf einem Forstweg, unterbrochen von kürzeren Waldpassagen und zum Abschluss úber breite Bergwiesen zurück nach Elm. Den schönen Skitag liessen wir in einer gemütlichen Dorfbeiz ausklingen.
Ruedi Wegmann

   Fotos   [von Jonas Lorch]


Atzmännig - Kreuzegg

Sonntag, 25. Januar 2015



Die Nacht auf Sonntag brachte ca 10 cm Schneefall. Zu elft bestiegen wir den Sessellift im Atzmännig und starteten in die winterlich frisch verschneite Landschaft. Relativ steil startet der Trail in die Höhe, und vertreibt die Kälte. Der mit 7 km nicht allzu lange Trail folgt vorerst der Hügelkrete auf und ab, quert danach vier Nagelflue-Felsbänder entlang des Geoweges (der gut mit Tafeln dokumentiert ist). Die winterliche Landschaft enthält alles was man von ihr erwartet. Frisch verschneite Bäume, massive Eiszapfen an Nagelfluehbändern, Verwehungen auf dem Grat, einfach schön.

Kurz vor Mittag taucht vor uns das Gebäude der Chruezegg auf. Der dezente Holzrauch in der Luft deutet an, dass die Gaststätte warm ist. Nur dank der Reservation wurde das Restaurant geöffnet. Nach einer ausgiebigen Rast steigen wir auf den höchsten Punkt den Chümibarren. Die Sicht wird immer besser, und wir steigen via "Im Chabis", Chapf Richtung Schutt ab. Der Trail wird am Schluss noch wegen Holzschlag umgeleitet und bringt eine neue Herausforderung. Statt einem etwas weniger steilen Abstieg, dafür längeren Fussmarsch entlang der Strasse, nehmen wir den steilen Abstieg über eine Rinderweid unter die Schneeschuhe. Die fehlende Unterlage unter dem Neuschnee ist auch mit den Schneeschuhen spürbar.
François Bächler

   Fotos   [von verschiedenen Teilnehmern]


Laucherenstöckli (geplanter Wildspitz unmöglich!)

Sonntag, 18. Januar 2015



Nach dem gruusigen Samstag ist für heute, 18. Januar, schönes Wetter angesagt. Drum haben wir die Tour auf heute verschoben. Und tatsächlich: fast 30 Zentimeter Neuschnee und strahlende Sonne.

Das Laucheren kennt man ja - aber dieser prächtige Aufstieg war nicht nur für mich neu: ab dem grösseren Parkplatz ein paar hundert Meter nach der Sesselbahnunterquerung stiegen wir auf durch lockeren Tannen-, weiter oben Föhrenbestand, zuerst recht steil, dann sanfter durch eine einmalige Landschaft: nahe dem Grat entlang erschlossen sich immer wieder neue Geländekammern, Tälchen, Senken und Mulden - eine zauberhafte, frischverschneite, in der Sonne schimmernde Kulisse. Die Bergstation der Bahn liessen wir noch etwas hinter uns, so dass wir, am Windschärmen, praktisch auf Augenhöhe mit dem Laucheren, unser Picknick assen. Allein waren wir natürlich nicht, es wimmelte von Tourenfahrern. Als wir dann zuschauten, wie die ersten Abfahrer schlicht im schweren Tiefschnee steckenblieben, trampelten wir wieder zum Grat und nahmen die Piste - wo wir abwechselten zwischen Eisblatern und erfolglosen Schlaufen hinaus in den Tiefschnee, aber die Abfahrt sehr genossen.

Danke der fast hellseherischen Planung der Tour (Pistenvariante möglich) von Mäne (stellvertretend wegen meiner Touren-Ignoranz), und dank Ueli Wetlis Bus, der für alle sieben Platz bot, war es einmal mehr in unserer Tourengruppe eine ideale Mischung von Leistung, Genuss und Gemütlichkeit.
Ev Bänninger

   Fotos   [von Manfred Lorch]


Skitour - Glücksfalltour Stõcklichrüz (1248 m)

Berchtoldstag, 2. Januar 2015



Genügend Schnee bis an den Zürichsee hinunter gibt es selten, so fiel denn der Entschluss ziemlich leicht, das Tourenziel Stock zu streichen.

Im Lachener Industriegebiet waren die sonst Parkierenden ferienhalber weg, was uns Parkplätze nah beim Einstieg in die Tour bescherte. Zwölf Schneegickerige wollten endlich den persönlichen Lauf- und Abfahrtstest am spãten Saisonanfang absolvieren und etwas Fernsicht und Sonne tanken. Dazu winkte die Einkehr in die gut geführte Alpwirtschaft Gueteregg.

Am Anfang war Nebel, dafür der Schnee noch pulvrig. So klinkten wir in die Spur ein, die schon Hunderte gingen, seit dem üppigen Schneefall. Abnet, Schleipfen, Zug, Giger, Waldeggli und Diebishütten hiessen die Fluren und Gebãude entlang unserer Aufstiegsspur, die sich von Plateau zu Plateau schlängelte. Die Sonne zeigte sich bald, aber die Wolken aus Westen auch, der Zürichsee sah wattiert aus. Nach zwei Stunden und zwei Pausen sahen wir, flankiert von Tannen, den Vorgipfel mit dem Kreuz. An dieser Stelle kamen uns auch junge Familien entgegen, die ein paar Tage in den Hütten ihres Skiclubs verbrachten. Bei den Ãlteren unter uns stiegen familiäre Erinnerungen auf. Ein Teilnehmer machte hier seinen Boxenstopp, er konnte in der Küche einer Clubhütte allerlei Lokales erfahren beim langen Warten auf den Rest der Gruppe.

Das Gipfelziel mit dem Triangulationspunkt auf 1248 m war noch nicht unser Ziel, sondern der Anfang einer Spezialprüfung: Wie schaffe ich es 50 Höhenmeter, die sich als Tiefenmeter entpuppten, mit angeschnallten Fellen zu überwinden? Mit eingeklinkten Schuhen, ohne Steighilfe und ein wenig Rücklage für den Fall des plötzlichen Stopps oder mit Hangquerung und Spitzkehre gelang es, den Vorsprung auf die Gerstensuppe oder den Schübling zu schaffen. Der Rest der Verbindungsroute war geländemässig noch ein bisschen Schneeschuhzeugs, der Himmel graute schon ziemlich, aber die Mittagspause war in Sicht. Der Empfang auf Gueteregg war ziemlich lärmig: Ein Heli flog gerade eine Ladung Antibiotika auf die Alp oder ein Banker wollte sich auch einmal unter die Schübligesser mischen. Wie dem auch sei, wir genossen das Flüssige und das Währschafte dieser gemütlichen Alpbeiz. Danke euch Colette und Rolf, für die grosszüge Spende. Bei schon zugigen Verhältnissen erreichten wir wieder den Gipfel, aber die Kälte war erträglich beim Abfellen. Die Berge begannen sich zu verhüllen, niemand wollte mehr Panoramen fötelen. Schneetesten war angesagt. Nun, die weisse Pracht war feucht, verfahren, pistig zuweilen aber durchaus auch mit Schwung befahrbar. Steinkontakt gab es keinen. Für den tiefen Schnee musste jeweils in einer Spur Anlauf genommen werden.

Mit den ersten spürbaren Regentropfen war es Gewissheit: Diese Verhältnisse sind fürs erste vorbei. Das sah der Baur mit seinem interessierten Hund auch so, es werden nicht gleich wieder Skifahrer zum Pistenschwatz vorbeikommen, gleich neben dem Miststock. Am Schluss war man sich einig. Das war eine vielfältige, Vor-Voralpentour mit vielen Facetten, was Wetter und Schneeverhältnisse anbetrifft. Man konnte sich zuhause ganz zufrieden unter die Brause stellen. Manfred Lorch

   Fotos   [von Jonas Lorch]